Begriffsklärung: Was sind eigentlich Aktien?

Grundlegend kann man sagen, dass eine Aktie eine Urkunde ist, welche schriftlich bestätigt, dass Anteile an einem bestimmten Unternehmen, in einer bestimmten Höhe von ihnen besitzt werden. Im Prinzip kann jede Firma, die bei einer Gründung oder Expansion monetärer Mittel benötigt und keinen Bankkredit aufnehmen will Anteilsschein ausgeben und so zu einer Aktiengesellschaft werden. Die Geschichte und die unterschiedlichen Arten von Aktien werden im folgenden Text erläutert.

Wie sieht die Geschichte der Aktie aus?

Die Geschichte beginnt mit der allerersten Aktie überhaupt, welche einen Anteil von 12,5% an der im Juni 1288 erstmal urkundlich erwähnten schwedischen Kupfermine „Stora Kopparbergs Bergslags Aktiebolag“ in Falun. In dem abgeschlossenen Vertrag verpflichtet sich die East India Company zu einer Aufbringung eines Kapitalfonds in Höhe von 30133£. Der Vertrag wurde im Jahr 1599 geschlossen und der Kapitalfonds wurde in 101 Aktien zerlegt.

Im Jahre 1612 entstand mit dem Amsterdam Stock Exchange die erste Aktienbörse, welche als erste Aktienbörse im 17. Jahrhundert einen dauerhaften Handel mit Aktien ermöglicht. In Deutschland wurde die erste Aktiengesellschaft am 17. März 1682 gegründet. Diese war die „Handels-Compagnie auf den Küsten von Guinea“ und wurde nach dem Vorbild der Vereinigten Ostindischen Kompanie gestaltet. Dadurch sollte der Überseehandel den Wohlstand von Brandenburg weiter ausbauen.

Das erste Gesetz, welches über Aktiengesellschaften geschlossen wurde trat im November 1843 in Preußen in Kraft. Mit dem industriellen Aufschwung in der Gründerzeit erlebte die Aktienbörse in Deutschland eine rasante Marktentwicklung.

Welche Arten von Aktien gibt es?

Aktien kann man in neun verschiedene Arten aufteilen. Diese sind Belegschaftsaktien, Gratisaktien, Inhaber Aktien, Namensaktie, vinkulierte Namensaktien, Quotenaktien, Stammaktien, Vorzugsaktien und die Zusatzaktien? Die sogenannte Belegschaftsaktien wird in der Regel nur an Firmen Mitarbeiter ausgegeben. Diese werden normalerweise zu einem geringeren Preis als dem derzeitigen Börsenkurs ausgegeben. Außerdem dürfen diese meist nur nach einer sogenannten Sperrfrist weiterverkauft werden und bieten dem Aktieninhaber zusätzliche Steuervorteile. Nichtsdestotrotz gelten für diese Art Aktien dieselben Rechte und Pflichten wie für andere Aktien.

Was versteht man unter einer Gratisaktie?

Diese wird dazu genutzt um offene Rücklagen in dividendenberechtigtes Kapital umzuwandeln. Dabei ändert sich für den Aktionär lediglich die Anzahl der Aktien und nicht der Wert seiner Beteiligung.

Was sind Inhaber Aktien?

Diese Art ist in der Regel die gebräuchlichste Art der Aktie. Der Aktieninhaber ist namentlich bekannt und diese stehen alle Rechte und Pflichten aus dem Aktiengesetz zu. Außerdem wird bei einem Wechsel des Inhabers, wie zum Beispiel beim Verkauf, die Aktie übergeben.

Was ist die sogenannten Namensaktie und die vinkulierte Namensaktien?

Bei der Namensaktie handelt es sich um eine Aktie bei der gegenüber der Aktiengesellschaft gilt, dass nur der Aktionär, der auch im Aktienbuch eingetragen ist, gültig ist. Anders als bei der Inhaberaktie muss bei einer Übertragung an einen Käufer eine schriftliche Erklärung durch den Verkäufer angefertigt werden.

Die vinkulierte Namensaktie ist eine besondere Form der Namensaktie. Besonders ist, dass diese nur weitergegeben werden kann, wenn der Vorstand eine Zustimmung dafür gibt. In der Satzung einer Aktiengesellschaft ist meistens eine Bestimmung festgehalten die dazu dient, dass eine heimliche Mehrheitsübernahme durch Konkurrenten oder andere Firmen ausgeschlossen werden kann.

Was versteht man unter einer Vorzugsaktie?

Hält ein Anleger eine solche Aktie darf dieser nicht bei der Hauptversammlung über die zukünftige Vorgehensweise des Unternehmens mitbestimmen. Allerdings steht dem Aktionär eine Mindestdividende zu, welche Auswahl zu einem späteren Zeitpunkt nachgezahlt werden muss.

Was sind Quotenaktien, Stammaktien und Zusatzaktien?

Die Quotenaktie bezeichnet keinen festen Betrag bzw. Nennwert. Diese bestimmt nur einen prozentualen Anteil an der Aktiengesellschaft. Stammaktien ist der Begriff für eine ganz normale stimmberechtigte Aktien und bei der sogenannten Zusatzaktie handelte sich um eine Gratisaktien, welche im Prinzip nur einen anderen Namen trägt.

Fazit:

Die Geschichte der Aktie beginnt schon im späten 16. Jahrhundert und datiert aus einem Vertrag über einen Aktienfonds im Wert von 30133£. Die erste Aktienbörse wurde im frühen 17. Jahrhundert in Amsterdam gegründet. In Deutschland hat dies knapp 70 Jahre länger gedauert, denn die erste Aktienbörse öffnete im Jahr 1682 ihre Pforten. Allgemein sind Aktien Urkunden welche schriftlich bestätigen, dass Anteile an einem bestimmten Unternehmen, in einer bestimmten Höhe von ihnen besitzt werden. Es gibt viele verschiedene Arten von Aktien, welche alle einem anderen Zweck und Sinn dienen.

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